Bademeisters Albtraum #lostplace

"Take nothing but pictures. 
Leave nothing but footprints."

Dies ist die heilige Regel der Urbexer (Urbex = Urban Exploration), die sich regelmäßig auf die Suche nach Bauwerken oder Orten machen, die dem Verfall ausgesetzt sind. Diese Lost Places üben eine ungemeine Faszination auf viele Menschen aus. Mich hat das Fieber im letzten Jahr ebenfalls gepackt und so hat es mich mit meiner Schwester auch ein paar Mal an verlassene Orte getrieben, in erster Linie um eine coole Kulisse für neue Profilbilder zu haben - siehe Sidebar - aber auch, um diese Orte zu erkunden. 

Einen dieser Orte möchte ich euch heute vorstellen. Es handelt sich um Bademeisters Albtraum, ein verlassenes Schwimmbad. Wo genau sich dieses Schwimmbad befindet, werde ich hier nicht preisgeben. Denn die Geheimhaltung dieser Orte ist die zweite heilige Regel, um zu verhindern, dass die Bauwerke Opfer von Vandalismus werden. 
In diesem Fall haben sich leider schon Menschen an vielen Teilen des Gebäudes zu schaffen gemacht, wie ihr auf den Bildern sehen werdet.

Meine Fotografie-Skills sind leider im Anfängerbereich, aber ich hoffe, dass ihr durch die Bilder einen ersten Eindruck von diesem Ort bekommt. 












Im Fernsehen sieht alles größer aus... "Schulz & Böhmermann"



Am 31. März war ich zum allerersten Mal in einem Fernsehstudio. Und alles war so aufregend! Ich hatte tatsächlich Glück bei der Ticket-Lotterie für „Schulz & Böhmermann“, der Talk-Show mit Olli Schulz und Jan Böhmermann. Das hätte sich niemand denken können, ich weiß. Lena hat mich auf dem Tagestrip nach Köln-Ehrenfeld begleitet.

Kurz nach der Ankunft wurde das sagenumwobene, von Jan Böhmermann selbst hochgelobte und kürzlich erst von einem Brand betroffene Kebapland getestet und für sehr gut befunden. Viel besser kann Adana Dürüm nicht schmecken. Und wenn es einem gelingt, sich nicht zu bekleckern, darf man sich selbst ruhig mal auf die Schulter klopfen. Wer hier essen möchte, sollte jedoch bedenken, dass es nur wenige Plätze gibt und dort reges Treiben herrscht. Einen Platz zu bekommen ist also Glückssache, im Fernsehen (Beitrag des Neo Magazin Royales) sah alles viel größer aus!



Nachdem wir uns in einer Bäckerei noch einen Kaffee gegönnt hatten, da wir viel zu früh dran waren, machten wir uns anschließend auf den Weg zum Studio König, vor dem bereits mehrere dutzend Zuschauer auf den Einlass warteten – alle im Schatten. Das Publikum war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Junge Männer mit schönen Bärten und junge Frauen mit coolen Turnbeuteln (uns inklusive). Auch die Mitarbeiter, sowohl die des Studio Königs als auch die der btf waren junge, dynamische Menschen. Ich frage mich noch immer, ob ich wohl fancy genug wäre, auch in so einem Betrieb zu arbeiten.
Nach dem Einlass samt Sicherheitskontrolle - so wurde ich auch schon länger nicht mehr angefasst - wurde man durch die Schlange quasi direkt in die „Fotobox Royale“ weitergeleitet. Dort wartete der wunderbare Max Bierhals, der sichtlich Spaß daran hatte, unfotogene Menschen wie uns abzulichten, wenn sie noch nicht so weit sind. Wir haben viel gelacht. 





Ein Toilettengang und eine halbe Fritz Kola später wurde auch schon der Vorhang etwas zur Seite gezogen und wir konnten im Studio die Plätze einnehmen. Erste Reaktion: Wahnsinn, ist das winzig süß! Zweite Reaktion: Oh, die ersten Reihen sind schon belegt, setzen wir uns in die Mitte. Dritte Reaktion: Ich glaube wir haben zwei der besten Plätze erwischt. Die Leute, die sich direkt in die ersten zwei Reihen gesetzt haben, durften regelmäßig vor der schwenkbaren Kamera ausweichen.




Es dauerte noch etwa 40 Minuten bis etwas Nennenswertes passierte. Bis dahin war es spannend, die Kameramänner und die anderen Mitarbeiter zu beobachten. Nach einer Einweisung bzgl. der Notausgänge im Notfall und der Bitte, die Mobiltelefone auszuschalten, begrüßten Olli Schulz und Jan Böhmermann endlich das Publikum. Oder begrüßte das Publikum die Moderatoren? Es folgte ein bisschen Gelaber, um uns auf die Sendung vorzubereiten, bevor die Gäste das Studio betraten.

Auch mit den Gästen, an diesem Tag Sandra Maischberger, Gert Scobel, Bettina Rust und Johannes B. Kerner, gab es etwas Gerede zum Warm-Up, das könnt ihr hier sehen. Anschließend gingen wieder alle hinter den Vorhang und die Aufzeichnung begann. Was dann passierte, könnt ihr ja in der Sendung selbst sehen. Naja, fast alles. Die ersten Minuten mussten wegen eines Tonfehlers zwei Mal hintereinander aufgezeichnet werden. Dies wurde aber sehr charmant sowohl von den Moderatoren als auch von den Gästen mit ein paar Scherzen überspielt.

Es folgte der Talk, der inhaltlich nicht uninteressant war, jedoch häufig vom eigentlichen Thema abschweifte und Gäste, die allesamt Profis waren und sich daher gekonnt zu präsentieren wussten. Lena und ich hatten jedenfalls sehr viel Spaß beim Zuschauen. Ich habe an diesem Tag bzw. während der Aufzeichnung extreme Muttergefühle für Olli Schulz entwickelt (übrigens das, besser gesagt der einzige, der wesentlich größer ist, als er im TV aussieht!), was ich wegen des Altersunterschiedes doch ein wenig bedenklich finde.
Nachdem die Sendung im Kasten war - das hat etwas über eine Stunde gedauert - verließ das Publikum das Studio, während Jan & Olli bereits die Nachbesprechung hielten.


Lena und ich hielten uns anschließend noch etwas drinnen auf, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof machten und den Heimweg antraten. Einige Zuschauer warteten draußen, vermutlich auf Jan und Olli um noch Autogramme und/oder Fotos abzustauben. Da jedoch schon ein Auto samt Chauffeur wartete, der Jan zum Grimme Preis fahren sollte, entschlossen wir uns dazu, uns nicht ebenfalls dort hinzustellen.

Das Spannendste war für mich, wenige Tage später die fertige Sendung zu sehen. Da sie bei der Aufzeichnung etwa 6 Minuten überzogen hatten, war ich sehr gespannt, ob und wie sie die Sendung schneiden würden. Sie haben geschnitten, es fehlen allerdings nur wenige Minuten und selbst das ist beim Gucken absolut nicht aufgefallen. Witzig finde ich übrigens auch, dass vor allem Johannes B. Kerner im Fernsehen ganz anders gewirkt hat als live. An einigen Stellen war ich etwas enttäuscht, dass manche Gesichtsausdrücke und Gesten, die im Studio sehr unterhaltsam waren, leider nicht von den Kameras eingefangen werden konnten. Ansonsten hatte ich aber einfach nur Spaß daran, mir diesen Talk noch einmal anzusehen.



Nächste Mission: Tickets fürs Neo Magazin Royale ergattern. Wünscht mir Glück!

Ich glaube, ich blogge wieder...



...schrieb ich eben meiner besten Freundin. 

Woher dieser plötzliche Schub von Motivation und Tatendrang kommt, ist mir zu diesem Zeitpunkt noch schleierhaft, aber ich möchte ihn ausnutzen. Vielleicht irritiert den ein oder anderen das Wort wieder in der Überschrift.
Hat sie jemals gebloggt? Also regelmäßig? Und was hatte sie Wichtiges zu sagen, dass sie sich einen Blog anlegte?

Tatsächlich gab es Zeiten, in denen ich mich als relativ frischer, neuer und unerfahrener Musicalfan oder Musicalbesucher regelrecht dazu berufen fühlte, zu jedem Stück, das ich mir ansah, einen Bericht oder einen einfachen Text zu schreiben. In diesen Zeiten kamen also regelmäßig Beiträge zu den verschiedensten Musicals in ganz Deutschland. Inzwischen habe ich die rosarote Musicalbrille aber irgendwo im Theater verloren (ich versuche noch herauszufinden, wo genau das geschehen ist) und habe festgestellt, dass es Stücke gibt, die weder toll noch beschissen genug dafür waren, dass ich hätte über sie schreiben können. Ich habe es trotzdem zwanghaft versucht. Das Ergebnis: zweiseitige hingerotzte Texte, die teilweise erst Monate nach der Derniere online gingen.

Darauf hatte und habe ich keine Lust mehr. Worauf ich allerdings Lust habe, ist über Dinge zu schreiben, über die ich auch schreiben will. Dinge, auf die ich Bock habe.
Ich habe Lust darauf, mir keine Deadline zu setzen. Ich habe Lust darauf, mir selbst keine Themen mehr vorzugeben, über die ich schreiben muss. Das muss ich in der Uni genug. Ich habe Lust darauf, hier auch mal 'ne Weile nichts zu schreiben, ohne mich vor anderen oder mir selbst dafür zu rechtfertigen. Ich habe Lust darauf, euch zu erklären, wieso Erdferkel die besten Tiere und Brokkoli das beste Gemüse der Welt sind. Ich habe Lust darauf, das zu machen, was ich will. Und ich habe Lust auf Anaphern, wie in diesem Text unter Umständen deutlich wird. HAHA, Schenkelklopfer.

Wie auch immer... das heißt natürlich nicht, dass ich hier nicht mehr über Musical schreiben werde. Das wird nach wie vor der Fall sein, weil Musicals das Beste waren, was mir hätte passieren können und was mein Leben so unfassbar bereichert hat in den letzten Jahren. In diesem Moment, starrt mich Jan Ammann als Graf von Krolock von der Leinwand, die über meinem Schreibtisch hängt, an. Und das macht mich froh.

Dies ist quasi also mein Neustart mit einem neuen Blog, einem neuen Rahmen und eigentlich auch mit einem neuen Lebensabschnitt, da ich die Schule seit mittlerweile einem Jahr hinter mir gelassen habe... man wird halt alt.

Ich freue mich darauf, hier aktiv zu werden. Manchmal... vielleicht... vielleicht auch oft... oder gar nicht? Wer weiß? Und es würde mich freuen, wenn Ihr mich begleitet.

Liebe Grüße
Alina


PS: Ich weiß, dass der 1. April kein guter Tag ist, um Ankündigungen zu machen, aber das hier ist KEIN Scherz.